497 mal blau und trotzdem jedes Mal was anderes

Blau_mit_Titeln

Farben spielen in der Literatur häufig eine große Rolle, besonders in Gedichten. Rilke schreibt zum Beispiel in seinem Gedicht „Die Konfirmanden“ von 1903

Und draußen war ein Tag aus Blau und Grün

Mit einem Ruf von Rot an hellen Stellen

In Prosatexten häuft sich die Farbnennung vielleicht weniger, dafür werden die Farben gern genau beschrieben, statt blau: wasserblau oder enzianblau oder türkis oder oder.

Wem hier die Ideen ausgehen, kann zum einen unter www.color-check.com Hunderte von Varianten zu einer Farbe nachsehen, so zum Beispiel 497 Namen des Blau (Stand: 12.5.2014). Darunter so sommerlich anmutende Bezeichnungen wie capriblau, schwimmbadblau und selbstverständlich auch wasserblau.

Wenn man nun noch sicher gehen will, dass die gewählte Farbe auch einigermaßen originell ist, kann man auf dem Wortschatz-Portal der Uni Leipzig nachsehen, wie oft dieser Begriff verwendet wurde. Dazu werden sogenannte Häufigkeitsklassen gebildet. Je höher die Klasse, desto seltener das Wort.

Blau kommt ziemlich häufig vor (Häufigkeitsklasse 12), königsblau und türkis etwas seltener (beide Häufigkeitsklasse 16). Wasserblau hingegen ist äußerst selten (Häufigkeitsklasse 22).

Es gibt also keine Ausrede mehr, einfach nur blauzumachen.

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