Liebster Award – Elf Fragen und elf Antworten

Carola Wolff hat mich für den ‚Liebster Award‘ nominiert. Zuerst bekam ich einen großen Schreck, dann fühlte ich mich geehrt und schließlich dachte ich, das ist ja mal eine gute Gelegenheit, mich ganz „offiziell“ bei Carola für ihre Retweets und Hinweise auf mein Blog zu bedanken. Das soll die Grafik links zum Ausdruck bringen.

Verbeugung

Jetzt zu den Fragen.

  • Was inspiriert dich zum Schreiben?

Es ist eher ein Zwang als eine Inspiration ;-). Mir fehlt etwas, wenn ich nicht regelmäßig schreibe, z.B. weil ich gerade (brot-)beruflich unterwegs bin.

  • Hast du bestimmte Schreibrituale?

Eigentlich nicht. Außer vielleicht, dass mein Schreibtisch einen gewissen Grad an Unordnung nicht unterschreiten darf.

  • Fühlst du dich manchmal von deinen Charakteren verfolgt?

Nicht in dem Sinn, dass sie mir Böses wollten, aber in dem Sinn, dass sie sich ständig in mein Bewusstsein drängen.

  • Fällt es dir leicht, über Sex zu schreiben?

Ich lasse die Finger davon. Dafür schaue ich mir regelmäßig die „preiswürdigen“ Passagen des  Bad Sex Awards an. Selbst so versierte Autoren wie Haruki Murakami tauchen darin auf. Auf jeden Fall bekommt man eine Idee davon, wie es nicht funktioniert.

  • Hast du das Schreiben irgendwo ‚gelernt‘?

Ja, sicher, wenn man autodidaktisches Lernen dazu nimmt. Ich habe zig Schreibratgeber gelesen und ausprobiert (das fließt ja auch zum Teil in mein Blog ein). Generell lese ich gern Bücher, die Literatur auf die eine oder andere Weise „sezieren“. Muss daran liegen, dass ich mal Biologie studiert habe.

  • Hast du ein absolutes, schon total zerfleddertes, Lieblingsbuch?

Lieblingsbuch: Water Music von T. C. Boyle.
Total zerfleddert (und auch gern gelesen): The Collected Stories von William Trevor

  • Welche Autoren inspirieren dich?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil es nicht zuletzt davon abhängt, an was ich gerade schreibe. Aber mir gefällt zum Beispiel mit welcher Leichtigkeit Mat Ruff in Ich und die Anderen ein sehr schweres Thema behandelt und mir gefällt die Sprache von Georg Klein. Von Heinrich Steinfest gefallen mir die Figuren und von Wolfgang Haas, wie gekonnt er mit Klischees spielt, und sein großartiger Humor.

  • Hörst du beim Schreiben Musik? Welche?

Definitiv nicht! Sonst kann ich ja nicht hören, was die Figuren in meinem Kopf sagen.

  • Gibt es etwas, dass du gerne schreiben würdest, dich aber nicht traust?

Schwierige Frage. Wie schon gesagt: Erotik traue ich mir nicht zu. Aber ich bin mir auch nicht sicher, dass es mir Spaß machen würde. Käme vielleicht auf den Versuch an.

  • Welchen Tipp möchtest du angehenden Autoren geben?

Neben regelmäßigem Schreiben halte ich es für wichtig, Geschichten fertig zu schreiben. Sie müssen nicht perfekt sein, aber zu Ende gebracht. Nur so kann man den Kritiker im eigenen Kopf überzeugen, dass man tatsächlich etwas zustande bringt.

  • Wenn eine gute Fee vorbeikäme und dir drei Wünsche freigäbe in Bezug auf dein Schreiben…?
Außer schreiben zu können wie Franz Kafka? Unbegrenztes Budget für Bücher? Ein Drehbuch in Hollywood? Für einen Tag in den Kopf einer anderen Person schlüpfen können? Ich bin mir sicher, das fühlt sich komplett anders an, selbst Farben nehmen Menschen ganz unterschiedlich wahr. Ich glaube, mir fehlt die Fantasie, mir konkret was zu wünschen ;-)).

Damit übergebe ich das Staffelholz an die nächsten Blogger und hoffe sehr, dass diese die Zeit finden, meine Fragen zu beantworten.

Ich nominiere für den Liebster Award:

  • Hauke Harders leseschatz, weil er und seine Frau Sonja nicht nur eine wunderschöne Buchhandlung betreiben, sondern darüber hinaus auch ein spannendes Blog über Bücher, für alle, die nicht um die Ecke wohnen und einfach mal in der Buchhandlung vorbeischauen können.
  • Birgit Böllingers Sätze & Schätze, die mich mit ihrer genialen Kolumne „Verschämte Lektüre“ zu Frage 2 inspiriert hat.
  • sinn.wort.spiel von Sybille Ebner, die die Dinge so schön auf den Punkt bringt.
  • Und schließlich Ilja Regier und sein muromez, schon allein wegen des großartigen Titelbilds seines Blogs. Aber vor allem deswegen, weil er meinen Literaturhorizont kontinuierlich erweitert.

 

Von diesen Bloggern wüsste ich gern:

  1. Was macht für dich ein gutes Buch aus?
  2. Gibt es etwas wofür du dich schämst, es (mit Genuss) gelesen zu haben?
  3. Was ist für dich in einem Buch wichtiger: vielschichtige Figuren oder ein ausgetüfteltes Plot?
  4. Wo liest du am liebsten?
  5. Vermisst du die Figuren, wenn du einen längeren Roman zu Ende gelesen hast?
  6. Liest du immer alles zu Ende?
  7. Drei, deiner Meinung nach völlig unterschätzte Bücher, die man unbedingt gelesen haben sollte.
  8. Drei, deiner Meinung nach völlig überschätzte Bücher.
  9. Dein Lieblingsautor bzw. deine Lieblingsautorin als du 10, 20, 30  warst (bitte selbst ja nach Lebensalter ergänzen ;-))
  10. Digital vs. analog: wie liest du?
  11. Welches Buch bzw. welche Geschichte sollte endlich geschrieben werden?
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4 Gedanken zu “Liebster Award – Elf Fragen und elf Antworten

      1. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich aus Bequemlichkeit fast nur noch auf dem Kindle lese. Meine armen Bücher fristen ein Stiefkind-Dasein. 😦
        Dabei hätte ich so einige, die ich mal wieder lesen könnte.

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