Kiezdeutsch – Soziolekt, Dialekt, Intellekt?

Was mich an US-amerikanischen Fernsehserien oft so fasziniert – neben ausgeklügeltem Plot und Vielschichtigkeit der Figuren – ist die Sprache. Es hat mehrere Epsioden gedauert, bis ich verstanden habe, was Omar Little & Co in The Wire von sich gaben. Mit Justified erging es mir nicht besser. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

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Mir ist nicht bewusst, wo man das in ähnlicher Ausprägung im deutschen Fernsehen finden würde (außer vielleicht in der Comdeyszene). Umso interessanter fand ich daher den Vortrag im DR Radio Wissen von Heike Wiese, Professorin in Potsdam, die sich mit Kiezdeutsch beschäftigt. Wie das Sprachlog sagt: ein langer (44 min.) und schöner Vortrag

über sprachliche Besonderheiten und ihre soziale Bewertung

Dass ein Dialekt oder ein Slang nicht unbedingt wortarm sein muss, habe ich ja bereits in meinem Beitrag Wer sagt, dass Rapper nur das F-Wort kennen? diskutiert. Dass eine vereinfachte Umgangssprache nicht gleichzusetzen ist mit vereinfachtem Denken des Sprechers, macht Heike Wiese in ihrem Vortrag deutlich. Eine beruhigende Aussage für jemanden wie mich, die selbst Dialekt spricht.

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