Von Literatur digital zu digital total

Zunächst die gute Nachricht. Mehr und mehr (gute) Literatur ist online verfügbar. Für alle, die viel in Bus und Bahn unterwegs sind und nicht immer ihre Lieblingslektüre mitschleppen können, kommt das wie gerufen.

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Über die StoryApp habe ich bereits an anderer Stelle berichtet. Das Team um Otger Holleschek ist sehr rührig. Seit dem Launch der App hat sich Einiges getan. In der Zwischenzeit gibt es auch Stories zum Anhören. Unter den neuesten Einträgen befinden sich auch Geschichten der Prosathek, einer Gruppe junger Autoren aus München. Die Texte sind dabei so schönen Kategorien wie „grübeln“, „zittern“ oder schmachten“ zugeordnet.

54stories – das Geschichten-Pendant zu 54books – kennen Einige vermutlich aufgrund des Adventskalenders, der 2016 schon zum dritten Mal in Folge erschien. Voland & Quist bietet A Story A Day im Abo-Service (3,59€ / Monat) an. Ein paar Geschichten gibt’s so zum Lesen, sodass man sich einen Eindruck machen kann. Marcus vom BücherKaffee hat die App auf seinem Blog besprochen.

Jetzt zur dunklen Seite der Technologie. Das scheint die Schreibenden und vor allem auch den Literaturbetrieb mehr und mehr umzutreiben. Es gibt eine Reihe von Aufrufen dazu, was die Digitalisierung mit uns als Menschen und mit unserer Gesellschaft macht.

Der Dichtungsring e. V. schreibt den 4. Bonner Literaturwettbewerb aus. Die Vorgabe ist ein Bibelzitat: Eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe (Daniel 12:7). Im Ausschreibungstext heißt es dazu

Ganz oder gar nicht. In Zeiten der Digitalisierung sind halbe Sachen eine Provokation. Der Ruf nach Vereinfachung hallt durch die Provinzen, die die Globalisierung hinter sich gelassen hat. Die Welt, heißt es, sei zu komplex geworden für das halbe Hirn, für die Aufmerksamkeit 2.0, in der die Vergangenheiten sich ungesehen unter die Zukunft mischen.

Die Literaturzeitschrift Am Erker bringt in der nächsten Ausgabe (Nr. 73) Geschichten zum Thema „IchWolke MenschMaschine“. (Ich freue mich sehr, dass auch eine Geschichte von mir darin erscheint).

Und schließlich läuft gerade eine Ausschreibung zum Thema „Science meets Fiction“, das ist nicht notwendigerweise auf das Digitale beschränkt, aber trotzdem spannend. Autorinnen und Autoren sind aufgerufen, zu ausgewählten Forschungsbildern einen literarischen Text zu schreiben. Die Bilder sind ziemlich hübsch und definitiv nicht das, was man üblicherweise auf Facebook oder Instagram so sieht.

 

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